Radiologische Gemeinschaftspraxis Ludwigsburg

Radiologische Gemeinschaftspraxis Ludwigsburg
Standort Ludwigsburg · Solitudestraße 24 · 71638 Ludwigsburg · Tel. 07141-9319-0 (Zentrale)
Standort Markgröningen · Kurt-Lindemann-Weg 10 · 71706 Markgröningen

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Computer- & Kernspintomographie

Radiologie Ludwigsburg Sowohl bei der Computer-Tomographie als auch bei der Magnet-Resonanz-Tomographie handelt es sich um hochmoderne bildgebende Verfahren der Radiologie. Mit ihnen erzeugen wir hochauflösende Schnittbilder des menschlichen Körpers. Sie erlauben uns eine hervorragende Darstellung der Organe und krankhafter Organveränderungen.

Der gemeinsame Namensteil „Tomographie“ leitet sich aus dem griechischen tomos = „Schnitt, abgeschnittenes Stück“ her.

Der genaue Ablauf der Untersuchung wird von uns anhand Ihrer Beschwerden und der Fragen des überweisenden Arztes an uns festgelegt. Bei zahlreichen Untersuchungen geben wir zusätzlich Kontrastflüssigkeit in eine Vene am Arm, manchmal auch zusätzlich Kontrastmittel zum trinken; dieses färbt den Magen-Darm-Trakt an. Diese Kontrastmittel sind bei MRT und CT grundsätzlich unterschiedlich und jeweils sehr gut verträglich, jedoch nie radioaktiv.

Beide Verfahren ergänzen sich mit ihren Vor- und Nachteilen; je nach Dringlichkeit, Organregion und Fragestellung wird das eine oder das andere Verfahren bevorzugt. Ein absolutes „besser“ oder „schlechter“ gibt es nicht.


Computer-Tomographie

Synonym: CT

Das Verfahren wurde von dem Physiker Allan M. Cormack und dem Elektrotechniker Godfrey Hounsfield entwickelt, die dafür 1979 den Nobelpreis für Medizin erhielten. Mit diesen Geräten haben die modernsten Computertomographen – wie das von uns eingesetzte Somatom Definition AS 64 des Herstellers Siemens – allerdings kaum noch Gemeinsamkeiten.

Das Gerät verwendet zur Bilderzeugung Röntgenstrahlung. Die exzellente räumliche Auflösung unseres Geräts erlaubt uns die Darstellung des Körpers in allen Raumebenen und dreidimensional.

Alle Untersuchungen werden im Liegen durchgeführt. Unser CT-Gerät in der Orthopädischen Klinik in Markgröningen dient uns außerdem zur Überwachung unserer radiologischen Eingriffe.

Nachteil der Methode ist die Verwendung von Röntgenstrahlung, Vorteile sind die kurze Dauer der eigentlichen Untersuchung des Patienten (ca. 5-25 Sekunden), die Unempfindlichkeit gegenüber Bildstörungen und die exzellente Auflösung.

Wer darf nicht untersucht werden?

  • Wenn Sie eine starke Nierenfunktionsstörung haben, müssen wir evtl. vorher von Ihrem Hausarzt die speziellen Nierenwerte anfordern. Ansonsten können wir nur ohne Kontrastmittel in den Adern untersuchen.
  • Bei bekannten schwersten Allergien (wenn es im Allergiepass steht) verzichten wir ebenfalls auf das Kontrastmittel in den Adern.
  • Patienten, die nachfolgend eine spezielle Schilddrüsentherapie oder -diagnostik erhalten, sollten zuvor kein Kontrastmittel bekommen, da es etwas Jod enthält und die nachfolgenden Untersuchungen stören könnte.
  • Während der Schwangerschaft darf nur in sehr wichtigen Fällen oder sehr eiligen Fällen untersucht werden. Dies muss evtl. vorher individuell geklärt werden.

Wofür wird die Computertomographie eingesetzt?

Nahezu jede Körperregion ist untersuchbar. Der Vorteil der CT liegt in der enorm hohen Bildschärfe und auch guten Darstellung von Knochen und Blut. Die Untersuchung geht schnell und kann daher meist auch bei unruhigen Patienten durchgeführt werden. Für folgende Untersuchungen oder Behandlungen kann die CT eingesetzt werden:

  • Gehirn, Nasennebenhöhlen, Augenhöhle (knöchern)
  • Halsweichteile, Halswirbel
  • Lunge, Mediastinum, Lungenfeingerüst (hochauflösend)
  • Oberbauchorgane, Beckenorgane
  • Knochen jeder Körperregion in Dünnschichtdarstellung
  • Biopsien (Entnahme von Gewebeproben) und Behandlung chronischer Rückenschmerzen
  • Spezielle Messungen - wie Knochendichtebestimmungen


Magnet-Resonanz-Tomographie

Synonyme: MRT, MRI, NMR (Nuclear Magnetic Resonance Imaging), Kernspin-Tomographie, „Kernspin“

Bildlegende

1. Arthro-MRT der linken Schulter

Querschnittbild, gesunder Normalbefund.

Weiß:

Kontrastmittel im Gelenk

Muskelansatzsehnen:

Teil der sog. Rotatorenmanschette

Labrum:

Bindegewebige Gelenklippe

Glenohumerale Bänder:

Bandartige Verstärkungen der Gelenkkapsel. Diese Strukturen dienen zur Stabilisierung des Schultergelenks.

2. Arthro-MRT der linken Schulter

Blick von vorne, gesunder Normalbefund

3. Arthro-MRT der linken Schulter

Blick von vorne

Schmerzhafter Einriß des oberen Labrums/der oberen Gelenklippe.

„SLAP-Läsion“, SLAP steht für: „superior labrum anterior-posterior“. Kontrastmittel (weiß) dringt in den Riß ein.

Das Verfahren wurde auf Grundlage der Entdeckungen von Raymond Damadian in den 1970er Jahren von den Physikern Paul C. Lauterbur und Sir Peter Mansfield entwickelt, die dafür im Jahr 2003 den Nobelpreis für Medizin erhielten.

Funktionsweise

Die MRT nutzt zur Bilderzeugung starke magnetische Felder (etwa das 15.000-fache des Erdmagnetfeldes), Röntgen- oder radioaktive Strahlung wird nicht verwendet.

In der Kernspintomographie – abgekürzt MRT – nutzt man die magnetischen Eigenschaften der Wasserstoffatome (der menschliche Körper besteht immerhin zu fast 80% aus Wasser):
Wird der Patient in ein sehr starkes Magnetfeld (1-1,5 Tesla, entsprechend dem ca. 15.000fachen des Erdmagnetfeldes) gebracht, richten sich die Wasserstoffatome entlang dieses Magnetfeldes aus. Ein kurzer Radiowellenimpuls lenkt diese Wasserstoffatome aus, "regt diese an". Nach Ende des Radioimpulses kehren die Wasserstoffatome jedoch rasch wieder in ihre Ausgangsposition im Magnetfeld zurück und entsenden dabei typische Signale. Diese charakteristischen Wassersignale kann man nun messen und zu einem Schnittbild zusammenfügen.
Die Kernspintomographie ist also kein Röntgenverfahren und arbeitet ohne jegliche ionisierende Strahlung. Bei dieser völlig schmerzlosen Untersuchung sind keine Nebenwirkungen bekannt, Aufnahmen können jederzeit und beliebig oft, selbst bei Schwangeren nach dem 3. Monat und bei kleinen Kindern angefertigt werden.

Untersuchungsablauf

Vor der Untersuchung müssen Sie alle metallhaltigen Gegenstände wie Schmuck, Gürtel, Haarspangen, Brillen, Schlüssel und Geld in der Umkleidekabine ablegen, da diese Gegenstände im Magneten mit großer Wucht wegfliegen würden. Magnetstreifen auf Kreditkarten und Parkkarten werden gelöscht, Uhren funktionsuntüchtig.

Alle Untersuchungen werden im Liegen durchgeführt. Jede Untersuchung dauert zwischen etwa 10 und 15 Minuten. Auf einer gepolsterten Liege werden Sie in das Gerät gefahren. Sie können jedoch über einen Notknopf bzw. eine Sprechanlage Kontakt zur Assistentin aufnehmen. Während der Untersuchung müssen Sie absolut ruhig liegen. Wegen der lauten Klopfgeräusche des Geräts erhalten Sie von uns einen Gehörschutz. Die Klopfgeräusche entstehen, weil sich das MRT-Gerät durch das sich rasch verändernde Magnetfeld minimal verformt.

Vorteil der Methode ist der große Bildunterschied zwischen verschiedenen Geweben, weshalb wir krankhafte Veränderungen sehr gut erkennen können. Die Untersuchung vieler Organsysteme (v.a. der Gelenke und des Nervensystems) haben sich dadurch stark verbessert.

Nachteile sind die hohen Anschaffungs- und Unterhaltskosten der Geräte, die relativ lange Untersuchungsdauer und die Anfälligkeit für Bildstörungen (z.B. durch Bewegung).
Einige Patienten empfinden die relative Enge des Gerätes als beklemmend; selbst Patienten mit Klaustrophobie („Platzangst“) können aber in der Regel nach Gabe eines Beruhigungsmittels problemlos untersucht werden (Sie sollten dann allerdings eine Begleitung für den Nachhauseweg mitbringen; Sie dürfen am Untersuchungstag anschließend kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen).

Nicht untersuchen dürfen wir grundsätzlich Patienten mit Herzschrittmachern; bei Patienten mit sog. Cochlea-Implantaten, Herzklappenprothesen und Metall im Körper (nach Operation, Kriegsverletzung) entscheiden wir individuell nach Abschätzung einer möglichen Gefährdung. Im Einzelfall kann eine Unbedenklichkeits-Bescheinigung des Herstellers des Implantats erforderlich oder eine MRT unmöglich sein.

Eine von uns häufig durchgeführte Spezialuntersuchung ist die sogenannte „Arthro-MRT oder -CT“. Bei dieser Methode führen wir nach Desinfektion der Haut eine feine Nadel in ein Gelenk ein. Die Nadelposition wird mit Hilfe der Röntgen-Durchleuchtung überwacht. Über diese Nadel spritzen wir dann eine spezielle Kontrastflüssigkeit in das Gelenk. Im Anschluß daran folgt die MRT-Untersuchung (in Sonderfällen eine CT-Untersuchung). Dieses Verfahren erlaubt eine sehr empfindliche Darstellung von kleinsten Details des Gelenkes, die in der „normalen“ MRT nicht sichtbar sind und wird besonders zur Untersuchung der Schulter oder der Hüfte angewandt. So können wir auch kleinste krankhafte Veränderungen z.B. des Gelenkknorpels oder des sogenannten Labrums (siehe Abbildungen) dieser Gelenke erkennen.